Kognitive Verhaltenstherapie gegen Hitzewallungen in den Wechseljahren

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Ist es möglich, Hitzewallungen auf natürliche Weise zu behandeln? Die Wissenschaft sagt ja! Viele Studien haben bewiesen, dass die so genannte kognitive Verhaltenstherapie wirklich helfen kann. In diesem Artikel stellen wir euch die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) für die Wechseljahre vor: Was ist das, wie läuft sie ab und welche Wissenschaft beweist, dass sie wirklich funktioniert. Wenn du daran interessiert sind, KVT bei Hitzewallungen, für einen besserem Schlaf und bei Stimmungsschwankungen auszuprobieren, dann schau dir das gerne genauer an.

Was genau ist KVT?

Die kognitive Verhaltenstherapie (CBT) ist eine Therapie, die sich darauf konzentriert, Menschen dabei zu helfen, die Zusammenhänge zwischen Gedanken (Erkenntnis), Emotionen, körperlichen Reaktionen und Verhaltensweisen zu verstehen. Sie hilft dabei, praktische Wege zur Bewältigung von Problemen zu entwickeln und vermittelt neue Bewältigungskompetenzen und nützliche Strategien. Eine zentrale Botschaft der kognitiven Verhaltenstherapie ist, dass unsere Perspektive auf Situationen, also wie wir über eine bestimmte Sache denken, Einfluss darauf hat, wie wir uns fühlen und wie wir in dieser Situation zurechtkommen.

Was ist mit KVT bei Wechseljahrsbeschwerden – funktioniert es?

Verschiedene Studien aus den Niederlanden und Großbritannien, die mit über 600 Frauen durchgeführt wurden, haben gezeigt, dass die kognitive Verhaltenstherapie die Auswirkungen von Hitzewallungen und Nachtschweiß erheblich reduzieren und einen positiven Effekt auf die Stimmung und Lebensqualität haben.

Wechseljahre: eine Zeit des Wandels auf vielen Ebenen

Für die meisten Frauen ist der Übergang in die Wechseljahre ein Prozess mit Veränderungen auf biologischer, psychologischer und sozialer Ebene. Hitzewallungen und Nachtschweiß sind körperliche Symptome, die auftreten, wenn sich der Östrogenspiegel während der Wechseljahre verändert und sich der Körper langsam auf einen niedrigeren Wert einstellt.

Beschwerden in den Wechseljahren treten tendenziell häufiger auf, wenn der Östrogenspiegel schnell sinkt, beispielsweise nach einer Operation in den Wechseljahren oder nach einigen Brustkrebsbehandlungen. Sie können von Schwitzen und Herzklopfen oder manchmal auch Frösteln begleitet sein und zu Verlegenheit, Angst, Unwohlsein und Schlafstörungen führen.
Der Prozess ist jedoch nicht nur biologischer Natur – auch soziale und psychologische Veränderungen spielen eine Rolle.

Positivere Erfahrung in den Wechseljahren mit Hilfe von KVT

Sich etwas Zeit für sich selbst zu nehmen, negative Einstellungen und Erwartungen in Bezug auf die Wechseljahre in Frage zu stellen und zu wissen, dass es wirksame Behandlungen für störende Wechseljahrsbeschwerden gibt, kann hilfreich sein.
Während einige Frauen wegen problematischer Symptome eine medizinische Behandlung in Anspruch nehmen, beispielsweise eine Hormontherapie, bevorzugen viele Frauen nicht-hormonelle Optionen. Und da die Lebensmitte eine stressige Zeit sein kann, suchen Frauen oft auch nach Möglichkeiten, Stress abzubauen und das Wohlbefinden zu verbessern. Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) ist ein Ansatz, der für viele Frauen sehr hilfreich ist. 

Private Verhaltenstherapeuten, die auf KVT spezialisiert sind, findest du hier.

 

Professor Myra Hunter

Professor Myra Hunter

Gesundheitspsychologin

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